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Viva Colonia

Nachdem ich mich ja 4 Monate lang im Rheinland beworben und beworben habe, hat`s dann doch endlich geklappt und jetzt wohne ich schon seit Mitte Mai bei meinem süßen Holger.

Seit 1. Juni arbeite ich nun schon in Köln in der toom BauMarkt Zentrale im Einkauf Garten und bin hier für die Erstellung der Kataloge aus unserem Bereich zuständig. Primissima . Hier ist es saulustig. Sitze mit 3 Männern in einem Büro, die jeder für sich für diverse Comedy-Preise nominiert werden müssten *g*. Das einzige Problem ist, dass man mich dazu verdonnert hat, die Büropflanzen zu pflegen (ungefähr 87 Stück). Das ist wirklich eine Strafe. Bisher sind bei mir ja alle Pflanzen eingegangen - also eine echte Herausforderung .

Um ins Büro zu gelangen, muss ich aber erstmal dorthin fahren. Und ich habe mich dazu entschlossen, dies mit der Bahn zu machen. Ich begebe mich sozusagen jeden Tag auf eine neue Abenteuerreise. Dort begegnet man den skurrilsten Gestalten. Holger meint, ich solle einen eigenen Blog mit meinen täglichen Bahnerlebnissen schreiben. Wenn dort dann jeder seine eigenen Erfahrungen dazuschreiben würde, könnte man irgendwann ein Buch veröffentlichen, welches mit Sicherheit ein Bestseller würde. Na, mal sehen.

Heute werde ich Euch erstmal eine kleine Zusammenfassung meiner Mitreisenden zum Besten geben. Um Euch nicht zu langweilen, habe ich die Leute in Kategorien eingeteilt. Hier sind sie:


1. Die Lehrerin

Sie tritt meistens im Rudel auf. Es gibt jedoch immer eine Wortführerin, die die anderen gnadenlos durch kolonnenartiges Geschwätz überrollt. Sie hört sich selbst unheimlich gerne reden. Hauptsächlich legt diese Person Wert darauf, alle Mitreisenden an ihrer Klugheit teilhaben zu lassen. Da möchte man hingehen und sagen: "Gute Frau, halten Sie doch einfach mal Ihre Fresse". Denn die Lehrerin (vorzugsweise Geschichte und Sozialkunde) spricht am laufenden Band und zwar ohne Punkt und Komma. Die Stimme ist schrill. Das Geltungsbedürfnis beruht darauf, dass sie ihre Unattraktrativität kompensieren muss. Die Begleiter(innen) der Lehrerin sind still wie Mäuse und scheinen nach ca. 10 Minuten Monolog der Wortführerin gar keine Stimme mehr zu haben.


2. Der Duftige

Man erkennt ihn daran, dass er sich gerne in der S-Bahn mit beiden Händen an den oberen Halteschlaufen festhält. Schweißflecken zieren sein T-Shirt und auch sonst wirkt er alles andere als gepflegt. Der Odor-Fetischist möchte, dass alle an seinem Wohlgeruch teilhaben, welcher auch durch seine Art des Festhaltens problemlos verströmt wird. Insbesondere im Sommer sollte man versuchen, schnellstens Reißaus zu nehmen und einen Platz weit weg zu erhaschen. Störfaktor: vollgestopfte Bahn, die schnelles Weglaufen unmöglich macht. Den Duftigen gibt es übrigens auch in abgewandelter Form mit den Duftnoten "Alkohol", "Knoblauch", "Qualm", "Mundgeruch", "Käsefuß" oder "Abgestanden".


3. Der Sänger

Diese Spezies hat IMMER einen Kopfhörer auf (manchmal sogar einen sehr großen!). Es fängt harmlos an. Zuerst wird nur ganz leise mitgesungen und irgendwann in volle Lautstärke. So manch ein Sänger hat sich wahrscheinlich bereits ein paar Gehirnzellen weggesungen. Jedenfalls biegt sich irgendwann die ganze Bahn vor Lachen und der Hauptdarsteller merkt es nicht einmal. Denn seine Musik ist einfach zu laut, um sonst noch irgendwas mitzubekommen. Wer sich den Sänger nicht vorstellen kann, schaut sich einfach die DSDS Castings an. Dann habt ihr ihn. Er wird dort sang-, klang- und ruhmlos beim ersten Casting rausfliegen.


4. Die Psychologin

Sie ist einge abgewandelte Form der Lehrerin und redet ebenfalls ohne Punkt und Komma, in ebensolcher Lautstärke. Ihre Aufgabe besteht darin, entweder einen Mitreisenden oder ihren Telefonpartner mit klugen Ratschlägen zu jeglichen Lebenslagen zu bombardieren bzw. ihm Anweisungen zu erteilen, damit dieser bloß keinen Suizid begeht. Besonders gerne quält die Psychologin Menschen, die anscheinend gerade den Liebeskummer ihres Lebens erleiden. Die Stimme ist meist laut und schrill, erheitert jedoch den ganzen Wagon. Ich muss gestehen, einmal musste ich sogar laut rauslachen bzw. -schnaufen. Zu meiner Belustigung fingen dann noch mehr Leute an zu lachen. Verhalten, versteht sich. Liebeskummer ist schließlich ein schwerwiegendes Problem.


5. Die Tussy

Man erkennt sie auf einen Blick: Sie ist tipptopp gestylt und trägt einen unzufriedenen Gesichtsausdruck zur Schau. Die Tussy scheint immer schlecht gelaunt zu sein. Vielleicht liegt das daran, dass sie schon so früh aufstehen muss. Denn das Styling dieser Kategorie dauert ungefähr 2 Stunden. An ihr würde ich gerne mal meine Aggressionen abbauen und einer von ihnen mal ordentlich eine knallen . Da das leider nicht möglich ist, muss ich wohl weiter meine Tai Chi Übungen machen.


6. Das verkleidete Kind

Hierbei handelt es sich um einen Banklehrling. Er ist ebenfalls auf den ersten Blick zu erkennen: Kindergesicht, milchiges Bärtchen, Hornbrille, Seitenscheitel und schlecht sitzender Anzug von C & A (es sei denn Papa hat die Spendierhosen angehabt und seinem Söhnchen einen Designeranzug gekauft). Beliebte Gesprächsthemen: Sein Lehrlingsgehalt, sein Gehalt nach der Lehre, 13. und 14. Monatsgehalt, diverse weitere Konditionen und Zusatzgelder und noch weiteres blabla *gähn*. Ich würde mich jedenfalls eher erschießen, als einen Tag meines Lebens in einer Bank zu arbeiten.


7. Der Geschäftsmann

Hier sind diverse Parallelen zu Pos. 6 zu erkennen. Der Geschäftsmann ist aber ca. 20 Jahre älter. Markantestes Zeichen: Permanentes lautes Telefonieren in der Absicht, allen zu demonstrieren, welch toller Hecht er ist und welche Abschlüsse er heute schon getätigt hat bzw. welche Heldentaten er vollbracht hat *schnarch*. Ergänzend dazu werden den Mitarbeitern ebenfalls telefonisch lautstarke Anweisungen erteilt. Optisches Kennzeichen: Anzug und Krawatte, blitzblanke schwarze Schuhe und manchmal ein Wohlstandsbauch und Schweinegesicht.


8. Der Proll

Den Proll sollte man eigentlich nicht auf die Menschheit loslassen. Hierbei handelt es sich (meistens) um einen Mann mit sehr schlechtem Benehmen. Der Proll hat keine Kinderstube gehabt und ist sozusagen unter Wilden groß geworden. Da wird in der Bahn Bier gesoffen, gerülpst (und noch schlimmer: gerotzt *schüttel*) und SEHR gerne SEHR laut telefoniert. Das Gespräch besteht hauptsächlich aus Schimpfwörtern, welche in unzusammenhängenden Sätzen ausgeworfen werden. Beispiel: "Isch happ dir doch gesacht, du solls nix mit der alten Schlampe anfangen." Oder: "Geh ant Telefon, du Fotz!" Anhand der Unterhaltungen / Themen kann man Rückschlüsse auf die Erziehung, den Berufsstand (falls vorhanden) und den IQ schließen. Brrrrrrr.


9. Die Strickliesel


10. Die Schülerin / Studentin


11. Die Internationale

Habt Ihr schon mal jemanden in 2 Sprachen telefonieren gehört? Ich muss zugeben, diesen Mädels (Männer können das anscheinend nicht, aber sie sind ja auch nicht multi tasking fähig *g*) höre ich sehr gerne zu. Sie sprechen 2 Sprachen fließend (meistens russisch oder türkisch und deutsch). Sogar während einem Satz springen sie lustig hin und her. Das ist wirklich faszinierend.


12. Der Saupanz

Der Saupanz ist der Proll von übermorgen. Er ist ca. 4 Jahre alt. Da wird schrill gekreischt, sich auf dem Boden gerollt, geheult, geschrien und um sich getreten. Er befindet sich meistens in Begleitung von Mama oder Oma, die nichts zu sagen haben. Hach, wie gerne wär ich mal 5 Minuten mit dem Saupanz alleine .


13. Der Aufgeklärte

Hierbei handelt es sich um den Saupanz 10 Jahre später. Er ist meist zwischen 12 und 15 Jahren alt und ist ein wandelndes Lexikon in Sexfragen. Der Aufgeklärte hat alles schon erlebt. Er kennt alle Stellungen und ist in Sachen "Weiber" sehr bewandert. Lieblingssatz: "Du weißt doch, wie die Weiber sind". Dieser Junge hat wirklich Ahnung. Allerdings glaube ich, dass er seine Erfahrungen hauptsächlich im Internet gemacht hat und tatsächlich mehr auf nächtlichen Träumen (inkl. Ergüssen) beruhen.


14. Die Langweiligen (Leute wie Du und ich)

Hierbei handelt es sich um Leute wie Du und ich und ca. 90 % der Bahnreisenden. Das sind mir die Liebsten. Denn sie halten alle die Fresse .



... ja, und dann gibt es noch Leute außerhalb der Bahn, z. B.:

15. Die Radfahrer

Wenn Du nicht aufpasst, fahren sie Dich über den Haufen. Teilweise scheinen sie ihr Gehirn auf den Radwegen verloren zu haben. Falls Du es wagst, einen halben Fuß auf ihren Weg zu setzen, fegen sie nicht nur an Dir vorbei, sondern bombadieren Dich mit allerhand Schimpfwörtern, die ich noch nie gehört habe (es müssen kölsche Schimpfwörter sein...). Radfahrer kommen in Köln direkt hinter dem Oberbürgermeister. Merkt Euch das!


16. Die Konkubine

Man findet sie häufig an S-Bahn Stationen, wenn sie auf ihre Bahn wartet, welche sie wahrscheinlich zum nächsten Kunden bringt. Diese Damen treten oft zu zweit auf. Man erkennt sie an sehr kurzen Kleidchen, mind. 10 cm hohen Stöckeln, Netzstrümpfen, knappen Oberteilen, gepushtem Busen, hochtoupierten Haaren und daran, dass sie mind. 2 Stunden im Bad zugebracht hat, wie unschwer an der Maskerade zu erkennen ist.


17. Der Penner

Hierbei handelt es sich ausnahmsweise mal um eine bestimmte Person. Dieser Typ (schätzungsweise 25 Jahre alt und kerngesund) sitzt jeden Tag im U-Bahnhof Köln Messe Deutz und kotz mich gelinde gesagt ziemlich an. Wenn ich nach einem 10 Stunden Tag diesen Arsch da sitzen sehe, schwillt mir der Kamm. Ständig labert der die Leute um einen Euro an. Bei mir hat er`s noch nicht versucht. Das ist sein Glück. Falls der es wagen sollte, mich jemals anzusprechen, kann er sich vorher warm anziehen. Den werde ich unverblümt vor sämtlichem Publikum dermaßen zur Sau machen, dass der drei Tage lang nicht mehr piep sagt. Werde ihm u. a. in meiner arrogantesten Art mitteilen, dass er wie alle anderen gefälligst arbeiten gehen soll, statt die Leute zu belästigen. Schließlich gibt es genug Jobs für Dumme.


18. Der Musikus

Der Musikus sitzt ebenfalls im Bahnhof Deutz, tut aber was für sein Geld . Derzeit hat er sein Herz für Johnny Cash entdeckt und schmettert lautstark Country Songs durch den Bahnhof. Da ich auf Johnny Cash stehe, hab ich ihm auch schonmal was zugesteckt. Aber pssst .
16.8.09 19:34
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jenny / Website (19.8.09 11:00)
Hallo liebe Sandra!

Ich finde diesen Eintrag wieder einmal sehr gelungen
Wenn ich was zum Lachen suche, brauche ich nur deinen Blog zu lesen :D Kann dir bei unserem nächsten Wiedersehen auch noch ein paar Bus- und Bahngeschichten zum besten geben! Diese skurrilen Gestalten werde ich sehr vermissen, wenn ich in Zukunft das Auto habe...

Liebe Grüße
Jenny


Sandra (19.8.09 12:54)
Hallo Jenny,

die Hälfte fehlt ja noch ;-). Werde mir aber zum Ende des Jahres einen Laptop zulegen, dann kann ich gleich live aus der Bahn bloggen *g*.

Wir sehen uns ja am 29. bei Eurem Umzug!

*knutsch*
Sandra


Sibylle / Website (27.8.09 15:55)
Hallo Sandra,

beim Bahnfahren wird es jedenfalls nie langweilig - man hat immer was zu gucken! Obwohl das eigene Auto auch seine Vorteile hat.

Schöne Grüße an Euch beide!

Sibylle


Bini (8.12.09 09:34)
hey sandy,
ich habe mich schlapp gelacht, denn ich, als dauer-bus&bahnfahrerin habe jede einzelne spezies wiedererkannt!

ich könnte deine tolle liste noch ergänzen mit:
dem psychotischen, sexualitätsgestörten, alten, ekligen notgeilen Sack, der sich in jeder sekunde unwillkürlich und natürlich absolut unabsichtlich (nee klar) gegen dich drückt (bäääääähh) abhilfe schafft nur die ellbogenspitze!

und den obi-mann. der obi-mann wohnt jedoch nur in trier und fährt nur in der buslinie nr. 3 ein phänomen, das seines gleichen sucht: er hat alle kleidung mit obi-stickern versehen, lieblingsfarbe orange, eine obi-mütze und einen obi-fuchsschwanz am obi-rucksack baumeln. der obi-mann hört seit jahren (!) ausschließlich nena (?!) und spricht immer sehr laut mit sich selbst- sein lieblingsthema sind insekten aller art. ..
viele grüße aus trier sendet dir bini
(miss u)


Sandra / Website (8.12.09 12:35)
Huhu Biniiiiii!!!

Der gestörte alte Sack ist mir zum Glück noch nicht begegnet. Der steht wahrscheinlich auf Blond *g*.

Und den OBI-Mann finde ich doof. Schließlich arbeite ich bei toom *lach*. Den würde ich aber schon gerne mal sehen. Kannst Du mir nicht mal ein Bild von dem schicken?

Frage mich allerdings, was Insekten mit OBI zu tun haben. Naja, vielleicht hat er die mal im OBI-Zoo gekauft für seine OBI-Geccos.

Miss u 2!

Kommt uns doch mal besuchen!

*knutsch*

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